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Wasserbedarf von Hochleistungshunden
Archivdokument IAMS COMPANY
Iams ist seit 1999 eine eingetragene Marke von The Procter & Gamble Company. Dieses Dokument ist ein Archivdokument, das in der Vergangenheit vom Unternehmen Iams Pet Food bzw. für die Produkte von Iams Pet Food verwendet wurde. Sämtliche enthaltenen Angaben im Kontext der Zeit oder Geographie der ursprünglichen Verwendung sind zu ersetzen, da sich die Umstände und die Produkte mittlerweile geändert haben können. Die Produkte und deren zugehörige Informationen gelten ausschließlich für die USA. Ohne Zustimmung von P&G ist die überlassung oder weitere Nutzung dieser Unterlagen nicht gestattet.
WASSER: EIN LEBENSWICHTIGER NÄHRSTOFF
Als Besitzer von Hochleistungshunden wissen wir, wie wichtig die Ernährung für die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit unserer Hunde ist. Wir studieren die Etiketten auf der Hundenahrung, tauschen uns mit anderen Wettbewerbsteilnehmern über Ernährung aus und untersuchen, wie unsere Hunde auf verschiedene Nahrungsmittel reagieren. Es gibt jedoch einen Nährstoff, der von Hundenahrung allein nicht in ausreichender Menge bereitgestellt werden kann - Wasser!
Im Ernährungsprogramm für unseren Hund kann Wasser leicht übersehen werden. Es ist jedoch ein essenzielles Element für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit eines Hundes. Die meisten Arbeitshunde können einen kurzfristigen Mangel an Eiweiß, Fett, Vitaminen und Mineralstoffen verkraften - eine Beeinträchtigung der Gesundheit oder Leistungsfähigkeit lässt sich häufig erst nach Wochen oder sogar Monaten erkennen. Wassermangel macht sich jedoch sehr schnell bemerkbar und kann in besonders schweren Fällen sogar zum Tod führen.
Wasser ist ein wesentlicher Baustein des Körpers eines Hundes. Bei einem gesunden Hund beträgt der Wassergehalt im Körper insgesamt etwa 70 % seines Körpergewichts. Bei einem Golden Retriever mit einem Gewicht von 35 kg ist das Wasser also für 25 kg seiner 35 kg verantwortlich!
Bei anhaltender Bewegung und ungenügend Wasserzufuhr sinkt der Wassergehalt im Körper, und der Hund dehydriert. Bei der Dehydrierung wird die Plasmaflüssigkeit reduziert, das Blut verdickt sich, und das Herz muss härter arbeiten, um das dickere Blut durch den Körper zu pumpen. Darüber hinaus fließt weniger Flüssigkeit durch die Gefäße, um das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Bei schweren Fällen von Dehydrierung kann es zum Organausfall oder sogar zum Tod kommen.
So geht Wasser verloren
Hunde verlieren durch Urin, Kot, respiratorische Dämpfe (Hecheln/Atmen), Speichel und Schweiß laufend Wasser. Von diesen Fünf geht durch Schweiß am wenigsten Wasser verloren, da Hunde nur wenig schwitzen (über den Pfotenballen). Bei den anderen vier Ursachen für Wasserverlust hängt die Menge des verlorenen Wassers jeweils von der Gesundheit des Hundes, dem Umfeld, die Arbeitsbelastung und der Ernährung ab.
Gesundheitsprobleme wirken sich deutlich auf die Menge des täglichen Wasserverlustes aus. Erkrankungen der Harnwege oder der Nieren, Diabetes, systemische Infektionen und andere Stoffwechselerkrankungen können den Wasserverlust über die verstärkte Urinausscheidung erhöhen. Aus diesem Grund ist es außerordentlich wichtig, den Wasserhaushalt von Hunden mit gesundheitlichen Problemen genau zu beobachten.
Umgebungstemperaturen spielen bei der Menge an Wasser, die über die Atmung abgegeben wird, eine große Rolle. Bei geringer Luftfeuchte und kühlen Temperaturen weist die Luft wenig Feuchtigkeit auf. Auf dem Weg zur Lunge wird eingeatmete Luft mit dem Wasser des Hundes gesättigt, was bedeutet, dass jede Ausatmung zu nahezu 6 % aus Wasser besteht. Bei schwülwarmen Temperaturen ist die eingeatmete Luft beinahe vollständig mit Wasser gesättigt, so dass der Hund mit jedem Atemzug weniger Wasser aus den Lungen verliert. Bei schwülwarmen Temperaturen hecheln Hunde zur Abkühlung jedoch auch häufig, wodurch der Wasserverlust durch die Bildung von Speichel ansteigt. Die Wasserverluste bei warmen Bedingungen sind also größer oder gleich den Verlusten bei kühlen, trockenen Bedingungen. Es ist jedoch sehr wichtig, Hunde sowohl bei kalten als auch bei warmen Temperaturen stets mit genügend Wasser zu versorgen.1
Bewegung kann für die Menge an verlorener Flüssigkeit ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen. Ein 23 kg schwerer Haushund, der in einem klimaregulierten Umfeld lebt, verliert täglich etwa 1000 ml Wasser über den Urin, 100 ml Wasser über den Kot und 300 ml Wasser über Verdunstung durch die Atmung oder Speichelbildung (insgesamt 1400 ml). Wenn sich derselbe Hund nun draußen aufhalten und ein Schlittenrennen über eine weite Strecke absolvieren würde, würde er etwa 2250 ml Wasser über den Urin, 250 ml über den Kot und 2000 bis 2500 ml über den Atem und durch Hecheln während der Bewegung verlieren (insgesamt 5000 ml - eine Steigerung des Wasserverlusts auf 257 %)!1
Für den Wasserhaushalt spielt auch die Ernährung eine bedeutende Rolle. Hunde, die minderwertige Nahrung erhalten, müssen mehr fressen, um ihre Energie- und Nährstoffanforderungen abzudecken. Durch eine erhöhte Futtermenge kann sich die Kotproduktion erhöhen. Kot besteht zu 80-90 % aus Wasser, das heißt also, dass Hunde, die minderwertige Nahrung erhalten, möglicherweise mehr Wasser verlieren! Durch mehr Futter werden auch mehr Abfallprodukte des Stoffwechsels hergestellt, die von den Nieren gefiltert und ausgeschieden werden müssen - ein weiterer Wasserverlust. Die Fütterung einer qualitativ hochwertigen Hochleistungsnahrung kann dazu beitragen, die tägliche Höhe des Wasserverlusts einzuschränken.
Wie viel Wasser braucht mein Hund?
Da es unmöglich ist, genau auszurechnen, wie viel Wasser ein Hund täglich benötigt, können Sie Ihrem Hund nicht einfach eine bestimmte Wassermenge bereitstellen und dann erwarten, dass sein Wasserbedarf dadurch ausreichend gedeckt wird. Stattdessen hat Mutter Natur Ihren Hund mit gewissen internen Mechanismen ausgestattet, die ihn bei niedrigem Wasserhaushalt zum Trinken anregen. Wenn beispielsweise die Konzentration des Plasmas steigt, wird im Körper des Hundes der erhöhte Salzgehalt erkannt und Durst ausgelöst. Da es eine Weile dauert, bis Wasser aus dem Magen im Plasma aufgenommen wird, vertraut der Körper des Hundes nicht darauf, dass die Plasma-Salz-Konzentration ihm signalisiert, das Trinken einzustellen. Stattdessen zeigt ihm die Dehnung des Magens und die Abnahme der Halstemperatur, dass der Durst gelöscht wurde. Theoretisch trinkt ein Hund so viel, wie er braucht, solange ihm immer ausreichend Wasser zur Verfügung steht. In der Praxis trinken einige Arbeitshunde jedoch nicht genug.
Schlussfolgerung
Um sicherzustellen, dass sich Hochleistungshunde in Bestform befinden, ist Wasser ein sehr wichtiges Element. Dehydrierung kann bei fehlenden Gegenmaßnahmen schnell zu mangelhaften Leistungen oder schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Denken Sie immer daran, Ihren Hochleistungshund kontinuierlich zu beobachten und stets nach frühen Anzeichen für einen unausgeglichenen Wasserhaushalt Ausschau zu halten. Stellen Sie ihm regelmäßig Wasser zur Verfügung. Direkte medizinische Versorgung ist bei einer Dehydrierung von entscheidender Bedeutung. Setzen Sie sich also mit einem Tierarzt in Verbindung, wenn sich die Anzeichen für eine Dehydrierung verstärken.
Körperliche Anzeichen für eine Dehydrierung
- Verweigerung von Bewegung oder Arbeit
- Mangelnde Konzentration auf die aktuelle Aufgabe
- Langsames Verstreichen von Hautfalten ("Tenting": Beim Kneifen der Haut stellt sich die Haut wie ein Zelt auf.)
- Sabbern mit verdicktem Speichel
- Verweigerung von Wasser oder Naschereien
- Lethargie
- Stumpfer Blick
- Schweres Atmen (außer bei schwerer Dehydrierung, bei der das Hecheln zur Speicherung von Wasser und Energie eingestellt wird)
- Tief liegende Augen
- Bewegungsunfähigkeit (schwere Dehydrierung)
Literaturnachweis:
1. A. Reynolds. Hydration Strategies for Exercising Dogs. In Reinhart, GA and Carey DP, eds. Recent Advances in Canine and Feline Nutrition Volumn II. Wilmington, OH: Orange Frazier Press, 1998; 259-267.